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  • Kategorie: Presse
Rösner und Berière gewinnen NRW-Open

Selbst die Wände des Courts waren am Ende der drei Tage schweißnass: Die NRW-Open in Münster haben ihre Spuren hinterlassen bei den Squashern und dort, wo sie sich spätestens im sechsten Spiel vor Erschöpfung anlehnen mussten.

Ein 17-jähriger hatte am Ende die meisten Reserven und zeigte beim höchst dotierten deutschen Turnier, warum der Bundestrainer Barry Dodson ihn als "kommende Nummer eins" sieht. Simon Rösner entschied ein nur phasenweise hochklassiges Finale gegen den höher gesetzten Patrick Gässler mit 3:0 (11:4, 11:3, 11:6) für sich, Rösner und der 21-jährige Gässler vollzogen damit eine Art Generationenwechsel im Squash.

Bei den Damen setzte sich die Erfahrung durch: Karien Berière (31) untermauerte mit ihrem 3:0 (9:7, 9:1, 9:4)-Finalsieg über Daniela Schumann ihren Status als Nummer eins den sie fortführen will - "so lange ich Spaß daran habe".

Die Damen hatten zwar, wie bei anderen Turnieren üblich, nur fünf Partien zu bestreiten. "Ich habe mich aber realtiv schlecht gefühlt und hatte viel mit mir selbst zu tun", meinte Berière, die am Freitag bis Mitternacht und im Halbfinale fünf Sätze gegen Kathrin Rohrmüller im Court stand.

"Irgendwann komme ich an sie dran", sagte Schumann, die nur im ersten Satz mithielt und 7:6 führte. Dann wurde die 22-Jährige zu ungeduldig, auch gerieten einige Bälle mangels Konzentration zu kurz, und Berière dominierte mit ihrer Spielübersicht und ihrem Paradeschlag über die Seitenwände, dem Boast.

Die Münsteraner Stephanie Rohe, Eva Brauckmann und Simone Korell, die zu Bundesligist Gütersloh gewechselt sind, scheiterten jeweils in der Gruppenphase. Squashboard-Seniorin Korell hatte durch das 2:3 gegen Rohrmüller das Halbfinale knapp verpasst.

Für den Squashboarder Ralf Rüdebusch war beim Heimspiel erwartungsgemäß in Runde eins Schluss. Er unterlag dem topgesetzten Stefan Leifels 0:3. Leifels zog sich am Samstagabend eine leichte Bänderdehnung zu und verlor gestern das Halbfinale gegen Rösner 1:3. Der gewann auch das Finale - erstmals bei einem Ranglistenturneir. Der Profi-Squasher der Bundeswehr-Sportfördergruppe diktierte mit präzisem Spiel, während bei Gässler "der Akku leer" war. Der Stuttgarter Schlaks mit den Strähnchen konnte sein druckvolles Spiel nie aufziehen. Zwar wehrte Gässler den ersten Matchball spektakulär ab, aber Rösner setzte ihn mit solidem Spiel matt - wenn er es nicht schon vorher war. Nach der Premiere des dreitägigen Eliteturniers an der Borkstrasse war nicht nur Cheforganisator Markus Knäpper geschafft.

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