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Squashregeln

Das Regelwerk für den Squashsport Das Regelwerk für den Squashsport

Wie verhalte ich mich auf dem Squashcourt richtig, wie funktioniert die Zählweise und was überhaupt hat es mit der Let-Regel aufsicht. In diesen Squashregeln findet Ihr das offizielle Regelwerk für den Squashsport und die NRW-Open.

 

1. Das Squashspiel
2. Zählweise
4. Aufschlag
5. Ballwechsel
6. Gültiger Rückschlag
7. Let
8. Gewonnener Ballwechsel
9. Treffen des Gegners mit dem Ball
10. Weitere Schlagversuche
11. Einsprüche
12. Behinderung
13. Gewährung von Lets
14. Der Ball
15. Einspielen
16. Verzögerungsfreies Spiel
17. Verhalten im Court
18. Spielaufsicht
19. Aufgaben des Punktrichters
20. Aufgaben des Schiedsrichters
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1. Das Squashspiel
 

Squash wird von zwei Spielern mit genormten Schlägern und Bällen auf einem Spielfeld (Court) gespielt, das nach den von der World Squash Federation (WSF) festgelegten Maßen hergestellt wurde.

Anmerkung: überall, wo in diesen Regeln die Begriffe Spieler oder Schiedsrichter Verwendung finden, ist sowohl die männliche als auch die weibliche Form gemeint.

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2. Zählweise
  Ein Spiel geht über drei Gewinnsätze.
  1. Jeder Satz wird bis elf Punkte gespielt. Sowohl der Aufschläger als auch der Rückschläger können Punkte machen.
  2. Es werden 3 Gewinnsätze gespielt.
  3. Beim Stand von 10:10 gibt es keine Entscheidungsmöglichkeit für den Rückschläger. Ein Spieler muss den Satz bzw. das Spiel mit 2 Punkten Unterschied gewinnen.
  4. Der Punktrichter ruft: “10 Beide, Tiebreaker, der Spieler muss mit 2 Punkten Unterschied gewinnen“.
  5. Diese Ansage wird nur im ersten Satz eines Spieles verwendet, in dem der Tiekreaker verwendet wird. Danach ist die Ansage: “10 Beide, Tiebreaker“.
  6. Dann ruft der Punktrichter:
    • “11 – 10, Satzball (oder Spielball)“, dann
    • “11 – 11“, dann
    • “12 – 11, Satzball (oder Spielball)“, dann
    • “13 – 11, Satz an (Spiel an)“
  7. 7. Das Satzergebnis wird mit dem tatsächlichen Ergebnis z.B. 12 – 10 o-der 13 - 11 eingetragen.
Die Satzpause beträgt weiterhin 90 Sekunden. Der Punktrichter muss "Satzball" rufen, um anzuzeigen, dass der Aufschläger nur noch einen Punkt benötigt, den laufenden Satz zu gewinnen oder "Spielball", um anzuzeigen, dass er nur noch einen Punkt benötigt, das Spiel zu gewinnen.
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4. Aufschlag
4.1 Das erste Aufschlagrecht wird vor Spielbeginn durch Drehen des Schlägers ermittelt. Der Aufschläger behält das Aufschlagrecht solange bis er einen Ballwechsel verliert, woraufhin sein Gegner zum Aufschläger wird. Dieses Vorgehen wird bis zum Ende des Spieles beibehalten. Zu Beginn des zweiten und jeden folgenden Satzes schlägt der Gewinner des vorangegangenen Satzes auf.
4.2 Jeweils am Anfang eines Satzes und nach jedem Aufschlagwechsel kann der Aufschläger entscheiden, von welcher Seite er aufschlagen will. Danach schlägt er abwechselnd von jeder Seite auf, solange er Aufschläger bleibt. Wird jedoch ein unterbrochener Ballwechsel mit einer Let-Entscheidung fortgesetzt, muss er nochmals von der gleichen Seite aufschlagen.
4.3 Damit der Aufschlag gültig ist, darf kein Fußfehler gemacht werden und der Ball muss für den Aufschlag fallengelassen oder in die Luft geworfen werden und darf dabei weder die Wände, den Boden, die Decke, noch von der Decke oder den Wänden herabhängende Gegenstände treffen. Der Ball muss direkt an die Frontwand zwischen Aufschlaglinie und Auslinie gespielt werden, sowie nach dem Rückprall in das dem Aufschläger gegenüberliegende Aufschlagviereck auf dem Boden auftreffen, außer er wird vom Rückschläger als Volley gespielt. Sollte ein Spieler, nachdem er den Ball fallengelassen oder hochgeworfen hat, keinen Versuch unternehmen, ihn zu schlagen, darf er diesen Aufschlag wiederholen.
Kann ein Spieler nur einen Arm gebrauchen, so darf er den Ball mit Hilfe des Schlägers in die Luft werfen, um den Aufschlag auszuführen.
4.4 Ein Aufschlag ist solange gültig, bis das Aufschlagrecht an den Rückschläger verlorengeht. Der Aufschläger verliert sein Aufschlagrecht und den Ballwechsel, wenn:
4.4.1 der Ball, nachdem er fallengelassen oder hochgeworfen wurde und bevor er geschlagen wird, eine Wand, den Fußboden, die Decke oder andere Courteinrichtungen berührt. - Punktrichterruf: "Fehler";
4.4.2 der Aufschläger in dem Augenblick, wo er den Ball schlägt, nicht mit mindestens einem Teil eines Fußes auf dem Boden innerhalb des Aufschlagviertels steht, ohne dabei mit einem Teil dieses Fußes die Begrenzungslinie zu berühren.
Vorausgesetzt, dass die Linie nicht berührt wird, darf ein Teil dieses Fußes über die Linie hinausragen. - Punktrichterruf: "Fußfehler";
4.4.3 er versucht den Ball zu schlagen, ihn aber nicht trifft. - Punktrichterruf: "Tief";
4.4.4 der Ball nicht gültig geschlagen wird. - Punktrichterruf: "Fehler";
4.4.5 der Ball ins Aus geht. - Punktrichterruf: "Aus";
4.4.6 der Ball irgendeinen anderen Teil des Courts trifft, bevor er die Stirnwand erreicht. - Punktrichterruf: "Fehler";
4.4.7 der Ball auf oder unterhalb der Aufschlaglinie auftrifft. - Punktrichterruf: "Fehler", wenn der Ball über die Tin-Leiste trifft und Punktrichterruf: "Tief", wenn der Ball auf oder unter die Tin-Leiste trifft;
4.4.8 der Ball beim ersten Bodenkontakt - es sei denn, der Gegner nimmt den Ball als Volley - auf oder außerhalb der Quer- oder Mittellinie des gegnerischen Platzviertels aufspringt. - Punktrichterruf: "Fehler";
4.4.9 der Ball nach dem Aufschlag und bevor er mehr als einmal auf dem Boden aufgesprungen oder vom Gegner gespielt worden ist, den Aufschläger, seine Kleidung oder Ausrüstung berührt. - Punktrichterruf: "Tief".
4.5 Der Aufschläger darf erst aufschlagen, nachdem der Punktrichter den Spielstand vollständig angesagt hat.
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5. Ballwechsel
  Nach einem gültigen Aufschlag wird der Ball von beiden Spielern abwechselnd gespielt, bis entweder einer einen ungültigen Schlag macht oder sich der Ball nicht mehr den Regeln entsprechend im Spiel befindet oder das Spiel durch Rufe des Punkt- oder Schiedsrichters unterbrochen wird.
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6. Gültiger Rückschlag
6.1 Ein Rückschlag ist gültig, wenn einerseits der Ball, bevor er den Boden zweimal berührt hat, vom Rückschläger oberhalb der Tin-Leiste auf die Stirnwand gespielt wird, ohne dabei zuerst weder den Boden, irgendein Körperteil oder Kleidungsstück von sich, noch den Schläger, den Körper oder die Kleidung des Gegners zu berühren und andererseits der Ball nicht ins "Aus" geschlagen wird.
6.2 Ein Rückschlag ist nicht gültig, wenn der Ball vor oder nach dem Auftreffen auf die Stirnwand und bevor er auf dem Boden aufspringt, die das Brett trifft oder wenn der Schläger zum Zeitpunkt des Ballkontakts nicht in der Hand des Rückschlägers ist.
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7. Let
  Ein Let ist die Wiederholung eines Ballwechsels, der nicht entschieden werden kann. Der Ballwechsel, für welchen ein Let zugestanden wird, zählt nicht und der Aufschläger muss seinen Aufschlag von der gleichen Seite wiederholen.
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8. Gewonnener Ballwechsel
  Ein Spieler gewinnt einen Ballwechsel:
8.1 gemäß Regel 4.4., wenn er der Rückschläger ist;
8.2 wenn es dem Gegner nicht gelingt, einen gültigen Rückschlag auszuführen, es sei denn, dem Gegner wird ein Let gewährt oder der Ballwechsel zugesprochen.
8.3 wenn der Ball den Gegner, seine Kleidung oder Ausrüstung trifft und er zu diesem Zeitpunkt nicht Rückschläger ist, außer die Regeln 9, 10 und 13.1.1 besagen etwas anderes. In allen Fällen muss der Schiedsrichter entsprechend entscheiden;
8.4 wenn der Schiedsrichter ihm einen Ballwechsel zuspricht, sofern dies in den Regeln vorgesehenen ist.
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9. Treffen des gegners mit dem Ball
9.1 dem Rückschläger der Ballwechsel zugesprochen werden, wenn der Ball in gültiger Weise die Stirnwand erreicht hätte, ohne vorher eine andere Wand zu berühren, sofern nicht Regel 9.2 in Frage kommt;
9.2 in jedem Fall ein Let gewährt werden, sofern der Ball die Stirnwand in gültiger Weise erreicht hätte, aber der Rückschläger entweder mit einer Körperdrehung dem Ball gefolgt ist oder den Ball an oder hinter sich vorbeigelassen hat, um dann in beiden Fällen den Ball auf der rechten Seite zu schlagen, nachdem er ihn auf der linken (oder umgekehrt) passieren ließ;
9.3 ein Let gewährt werden, sofern der Ball entweder irgendeine andere Wand berührt hat oder berührt hätte und der Rückschlag gültig gewesen wäre. Dies gilt nicht, wenn nach Ansicht des Schiedsrichters durch die Unterbrechung ein gewinnbringender Schlag verhindert wurde. Dann muss dem Rückschläger der Ballwechsel zugesprochen werden;
9.4 der Rückschläger verliert den Ballwechsel, sofern der Ball die Stirnwand nicht in gültiger Weise erreicht hätte.
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10. Weitere Schlagversuche
  Wenn der Rückschläger einen Schlag ausführt und den Ball verfehlt, so kann er weitere Schlagversuche unternehmen. Wenn der Ball, nachdem er verfehlt wurde, den Gegner oder dessen Kleidung und Ausrüstung berührt, so wird durch den Schiedsrichter
10.1 ein Let gewährt, wenn der Rückschläger einen gültigen Schlag hätte ausführen können.
10.2 dem Gegner der Ballwechsel zugesprochen, wenn der Rückschläger keinen gültigen Schlag hätte ausführen können.
  Wenn ein weiterer Schlagversuch erfolgreich ist, aber dieser gültige Rückschlag die Stirnwand nicht erreichen kann, weil der Ball den Gegner, dessen Kleidung oder Ausrüstung trifft, muss in allen Fällen ein Let gewährt werden. Wenn ein weiterer Schlagversuch keinen gültigen Schlag ergeben hätte, verliert der Rückschläger den Ballwechsel.
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11. Einsprüche
 

Der Verlierer eines Ballwechsels kann gegen jede Entscheidung des Punktrichters hinsichtlich dieses Ballwechsels Einspruch erheben.
Einsprüche gemäß Regel 11 sind mit den Worten "Let bitte" beim Schiedsrichter zu erheben. Das Spiel muss bis zur Entscheidung des Schiedsrichters unterbrochen werden.
Falls ein Einspruch gemäß Regel 11 abgelehnt wird, bleibt die Entscheidung des Punktrichters bestehen. Falls der Schiedsrichter sich nicht sicher ist, muss er ein Let gewähren, mit Ausnahme der in den Anmerkungen für Schiedsrichter zu Regel 11.2.1 und der Anmerkungen für Schiedsrichter Absatz C und D zu Regel 11.2.2 vorgesehenen Fällen.

Erlaubte Einsprüche oder das Einschreiten des Schiedsrichters gemäß Regel 20.4 werden nachstehend für jede einzelne Situation gesondert behandelt:

11.1 Einsprüche bem Aufschlag
11.1.1 Gegen die Rufe des Punktrichters "Fehler", "Fußfehler", "Tief" oder "Aus" beim Aufschlag kann der Aufschläger Einspruch erheben. Wenn dem Einspruch stattgegeben wird, muss ein Let gespielt werden.
11.1.2 Wenn der Punktrichter beim Aufschlag versäumt, "Fehler", "Fußfehler", "Tief" oder "Aus" zu rufen, kann der Rückschläger Einspruch erheben. Dies kann er sofort nach dem Aufschlag oder nach beendetem Ballwechsel tun, falls er weitergespielt oder versucht hat, den Ball zu schlagen. Wenn nach Ansicht des Schiedsrichters der Aufschlag fehlerhaft war, muss er das Spiel sofort unterbrechen und den Ballwechsel dem Rückschläger zusprechen.
11.2 Einsprüche in anderen Spielsituationen
11.2.1 Gegen die Rufe des Punktrichters "Doppelt", "Tief" oder "Aus" nach einem Rückschlag kann der Rückschläger Einspruch erheben. Wenn dem Einspruch stattgegeben wird, muss der Schiedsrichter ein Let gewähren. Dies gilt nicht, wenn nach Ansicht des Schiedsrichters:

- der Ruf des Punktrichters einen gewinnbringenden Schlag dieses Spielers unterbrochen hat. In diesem Fall muss der Ballwechsel dem Spieler zugesprochen werden.
- der Ruf des Punktrichters einen gewinnbringenden Schlag des Gegners unterbrochen oder verhindert hat. In diesem Fall muss der Ballwechsel dem Gegner zugesprochen werden.

11.2.2 Wenn der Punktrichter nach dem Rückschlag eines Spielers versäumt, "Doppelt", "Tief" oder "Aus" zu rufen, kann der Gegner Einspruch erheben. Dies kann er entweder sofort oder nach beendetem Ballwechsel tun, falls er weitergespielt oder versucht hat, den Ball zu schlagen. Wenn nach Ansicht des Schiedsrichters der Rückschlag nicht gültig war, muss er das Spiel sofort unterbrechen und den Ballwechsel dem Gegner zusprechen.
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12. Behinderung
12.1 Wenn ein Spieler am Schlag ist, hat er das Recht, seinen Schlag ohne Behinderung durch seinen Gegner auszuführen.
12.2 Um eine Behinderung zu vermeiden, muss der Gegner jede Anstrengung unternehmen, den am Schlag befindlichen Spieler folgende Möglichkeiten einzuräumen:
12.2.1 unbehinderten, direkten Zugang zum Ball
12.2.2 gute Sicht zum Ball
12.2.3 ausreichend Platz den Ball zu schlagen
12.2.4 ausreichend Platz und den Ball auf direktem Wege an die Frontwand zu spielen
12.3 Eine Behinderung tritt auf, wenn der Gegner eine der Bedingungen der Regel 12.2 nicht erfüllt, auch wenn er jede Anstrengung unternimmt, die Behinderung zu verhindern.
12.4 Ein Spieler, der nach seiner Meinung behindert wird, hat die Wahl weiterzuspielen oder den Ballwechsel zu unterbrechen und beim Schiedsrichter um Einspruch zu bitten.
12.4.1 Die korrekte Form um Einspruch zu bitten - egal ob der Spieler ein Let oder einen Punkt erwartet - lautet "Let bitte".
12.4.2 Ein Einspruch kann nur vom Spieler selbst eingelegt werden. Der Einspruch muss entweder sofort, wenn eine Behinderung auftritt, erfolgen oder unmittelbar nach der Behinderung, wenn der Spieler eindeutig nicht weiterspielt.
12.5 Der Schiedsrichter muss seine Entscheidung über den Einspruch mit den Worten "Kein Let", "Ja Let" oder "Ball an..." (mit dem Namen des Spielers) bekanntgeben. Die Beurteilung der Behinderungssituation liegt einzig beim Schiedsrichter und seine Entscheidung ist endgültig.
12.6 Der Schiedsrichter darf kein Let gewähren und der Spieler verliert den Ballwechsel, wenn:
12.6.1 keine Behinderung vorlag.
12.6.2 eine Behinderung wohl vorlag, der Spieler jedoch keinen gültigen Rückschlag hätte durchführen können oder nicht jede Anstrengung unternommen hat, zum Ball zu gelangen um ihn zu schlagen.
12.6.3 der Spieler die Behinderung eindeutig in Kauf genommen und weitergespielt hat.
12.6.4 der Spieler auf seinem Weg zum Ball die Behinderung selbst verursacht hat.
12.7 Der Schiedsrichter muss ein Let gewähren, wenn eine Behinderung eintritt, bei der der Gegner jede Anstrengung unternommen hat, sie zu vermeiden und der Spieler einen gültigen Rückschlag hätte durchführen können.
12.8 Der Schiedsrichter muss dem Spieler den Ballwechsel zusprechen, wenn:
12.8.1 eine Behinderung vorliegt, die der Gegner nicht ausreichend versucht hat zu vermeiden und der Spieler einen gültigen Rückschlag hätte ausführen können.
12.8.2 eine Behinderung vorliegt, bei der der Gegner zwar jede Anstrengung unternommen hat, sie zu vermeiden aber der Spieler einen gewinnbringenden Rückschlag hätte ausführen können.
12.8.3 der Spieler es unterläßt, einen Ball zu schlagen, der - auf dem direkten Weg zur Stirnwand - klar seinen Gegner getroffen hätte oder wenn der Ball eine Seitenwand getroffen hätte und es in diesem Fall ein gewinnbringender Rückschlag gewesen wäre (Dies gilt nicht in den Fällen "Drehen", "Ball hinter sich vorbeilassen" oder "weiterer Schlagversuch").
12.9 Der Schiedsrichter hat das Recht, ein Let gemäß Regel 12.7 zu gewähren oder den Ballwechsel gemäß Regel 12.8 zuzuschreiben, ohne dass ein Einspruch erhoben wurde. Falls notwendig, kann er hierzu den Ballwechsel unterbrechen.
12.10 Regel 17, Verhalten auf dem Court, kann bei Behinderungsfällen angewandt werden. Der Schiedsrichter muss das Spiel unterbrechen, falls dies noch nicht geschehen ist und eine entsprechende Strafe verhängen, wenn:
12.10.1 ein Spieler unnötigen Körperkontakt einsetzt.
12.10.2 ein Spieler seinen Gegner durch eine übermäßige Schlagbewegung in Gefahr bringt.
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13. Gewährung von Lets
  Zusätzlich zu den in anderen Fällen möglichen Lets können oder müssen Lets in bestimmten anderen Fällen gewährt werden.
13.1 Ein Let kann gewährt werden,
13.1.1 wenn ein Gegner aufgrund seiner Position zum Rückschläger es nicht vermeiden kann, vom Ball getroffen zu werden, bevor der Rückschlag ausgeführt ist;
13.1.2 wenn der Ball irgendeinen auf dem Boden liegenden Gegenstand trifft;
13.1.3 wenn der Rückschläger einen Schlag nicht ausführt, weil er befürchtet, seinen Gegner zu verletzen;
13.1.4 wenn ein Spieler, nach Ansicht des Schiedsrichters, durch ein Ereignis innerhalb oder außerhalb des Courts abgelenkt wurde;
13.1.5 wenn nach Ansicht des Schiedsrichters veränderte Courtbedingungen den Ausgang des Ballwechsels beeinflußt haben.
13.2 Ein Let muss gewährt werden,
13.2.1 wenn der Rückschläger beim Aufschlag nicht bereit ist und keinen Versuch unternimmt, diesen anzunehmen;
13.2.2 wenn der Ball während des Spiels kaputt geht;
13.2.3 wenn der Schiedsrichter über einen Einspruch entscheiden soll, das aber nicht kann;
13.2.4 wenn der Ball bei einem sonst gültigen Rückschlag irgendwo im Court eingeklemmt wird und somit nicht auf dem Boden aufspringen kann oder der Ball nach dem ersten Aufspringen ins "Aus" geht.
13.3 Wenn der Rückschläger gemäß Regel 13.1 (2 bis 5) Einspruch erhebt, muss er - damit ein Let gewährt werden kann - immer in der Lage gewesen sein, einen gültigen Schlag auszuführen. Das gilt nicht für einen Einspruch des Gegners gemäß Regel 13.1.2, 13.1.4 und 13.1.5
13.4 Kein Let darf gemäß Regeln 13.1.3 und 13.2.1 gewährt werden, wenn der Rückschläger versucht, den Ball zu schlagen, wohl aber gemäß Regeln 13.1.2, 13.1.4, 13.1.5, 13.2.2, 13.2.3 und 13.2.4
13.5 Die Bedingungen für einen Einspruch gemäß Regel 13 sind:
13.5.1 Bei den Regeln 13.1.3 (nur Rückschläger), 13.1.4, 13.2.1 (nur Rückschläger) und 13.2.3 ist ein Einspruch des Spielers notwendig, damit ein Let gewährt werden kann.
13.5.2 Bei den Regeln 13.1.2, 13.1.5, 13.2.2 und 13.2.4 kann der Spieler Einspruch erheben, aber der Schiedsrichter kann auch ohne Einspruch eingreifen.
13.5.3 Der Schiedsrichter muss ohne Einspruch entscheiden, ob ein Let gewährt oder ein Ballwechsel zugesprochen wird, wenn ein Spieler gemäß Regel 13.1.1 vom Ball getroffen wird.
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14. Der Ball
14.1 Wenn der Ball nicht im Spiel ist, kann er im gegenseitigen Einverständnis der Spieler oder falls nur ein Spieler Einspruch erhebt, nach Ermessen des Schiedsrichters, ausgewechselt werden.
14.2 Wenn ein Ball während des Spiels kaputt geht, muss er sofort durch einen anderen ersetzt werden.
14.3 Wenn der Ball während eines Ballwechsels kaputt ging, dies aber nicht erkannt wurde, soll für diesen Ballwechsel ein Let gewährt werden, wenn der Aufschläger, bevor er aufschlägt oder der Rückschläger, bevor er den Aufschlag annimmt, Einspruch erhebt.
14.4 Die Maßnahmen gemäß Regel 14.3 finden auf den letzten Ballwechsel eines Satzes keine Anwendung. In diesem Fall muss der Einspruch unverzüglich nach dem Ballwechsel erfolgen.
14.5 Falls ein Spieler den Ballwechsel unterbricht, um Einspruch wegen eines defekten Balls zu erheben und sich herausstellt, dass der Ball nicht kaputt ist, verliert dieser Spieler den Ballwechsel.
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15. Einspielen
 

Squash wird von zwei Spielern mit genormten Schlägern und Bällen auf einem Spielfeld (Court) gespielt, das nach den von der World Squash Federation (WSF) festgelegten Maßen hergestellt wurde.

Anmerkung: überall, wo in diesen Regeln die Begriffe Spieler oder Schiedsrichter Verwendung finden, ist sowohl die männliche als auch die weibliche Form gemeint.

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16. Verzögerungsfreies Spielen
  Nach dem ersten Aufschlag muss grundsätzlich, ohne Verzögerung gespielt werden, wobei nachstehende Bedingungen zu beachten sind:
16.1 Das Spiel kann aufgrund schlechter Lichtverhältnisse oder anderer von den Spielern nicht verursachter Umstände, für eine vom Schiedsrichter zu bestimmende Dauer unterbrochen werden. Der Spielstand wird beibehalten.

Wenn der unbespielbare Zustand dieses Courts unverändert bleibt und ein anderer Court verfügbar ist, kann das Spiel in gegenseitigem Einverständnis der Spieler oder auf Anordnung des Schiedsrichters auf diesen verlegt werden.

Falls das Spiel bis zum nächsten Tag unterbrochen wird, bleibt der Spielstand bestehen, außer die beiden Spieler vereinbaren, mit dem Spiel nochmals von vorne zu beginnen.

16.2 Zwischen den Sätzen muss eine neunzig Sekunden dauernde Pause erlaubt werden. Die Spieler können während jeder Pause den Court verlassen, müssen jedoch nach Ablauf der angegebenen Zeit wieder spielbereit im Court stehen.
Im gegenseitigen Einvernehmen der Spieler kann das Spiel vor Ablauf der neunzig Sekunden wieder aufgenommen werden.
16.3 Kann ein Spieler den Schiedsrichter überzeugen, dass ein Wechsel der Ausrüstung, Kleidung oder Schuhe notwendig ist, darf er den Court verlassen. Er ist dazu angehalten, den Wechsel so schnell als möglich vorzunehmen. Der Schiedsrichter kann ihm dafür eine maximale Zeitspanne von neunzig Sekunden einräumen.
16.4 Fünfzehn Sekunden vor Ablauf einer neunzigsekündigen Unterbrechung muss der Schiedsrichter "15 Sekunden" ausrufen, um den Spielern anzuzeigen, dass sie sich bereitmachen müssen, das Spiel wieder aufzunehmen. Am Ende dieser Unterbrechung muss der Schiedsrichter "Zeit" rufen.
Es ist Sache der Spieler, sich nur soweit vom Court zu entfernen, dass sie die Rufe "15 Sekunden" und "Zeit" hören können.
16.5 Im Falle einer Verletzung eines Spielers muss der Schiedsrichter entscheiden, ob diese
16.5.1 selbstverschuldet ist;
16.5.2 vom Gegner unabsichtlich zugefügt oder unabsichtlich verursacht wurde;
16.5.3 durch vorsätzliches oder gefährliches Spiel oder Handeln des Gegners entstand.
16.6 Der Schiedsrichter muss die Maßnahmen in Regel 17 anwenden, wenn nach seiner Ansicht ein Spieler das Spiel unnötig verzögert. Solche Verzögerungen können sein:
16.6.1 übertrieben langes Vorbereiten des Aufschlags oder zur Annahme des Aufschlags.
16.6.2 In die Länge gezogene Diskussionen mit dem Schiedsrichter.
16.6.3 Verspätetes Zurückkehren auf den Court, der gemäß Regeln 15.1, 16.2 oder 16.3 verlassen wurde.
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17. Verhalten im Court
 

Wenn nach Ansicht des Schiedsrichters das Verhalten eines Spielers im Court einschüchternd oder aggressiv gegen den Gegner, den Punkt- oder Schiedsrichter oder die Zuschauer wirkt oder irgendwie das Spiel in Verruf bringen könnte, kann der Spieler bestraft werden.

Verstöße, die nach dieser Regel bestraft werden sollen, beinhalten: unanständige verbale und sichtbare Gesten, verbale Beleidigungen und körperliche Tätlichkeiten, Meinungs-verschiedenheiten mit dem Punkt- und Schiedsrichter und den Mißbrauch des Schlägers oder des Balles. Auch Coaching während des Spiels, es sei denn dies geschieht in den Pausen zwischen den Sätzen, gilt als Verstoß. Weitere Verstöße sind unnötiger Körperkontakt, übertriebenes Ausholen zum Schlag (Regel 12.10), unsportliches Einspielen (Regel 15.2 - Anmerkung für Schiedsrichter), zu spät auf den Platz zurückkehren (Regel 16.4 - Anmerkungen für Schiedsrichter A und B), vorsätzliches oder gefährliches Spiel oder Handeln (Regel 16.5.3) und Zeitverzögerung (Regel 16.6).

Für diese und andere Verstöße, die es nach Meinung des Schiedsrichters rechtfertigen, diese Regel anzuwenden, kann eine der folgenden Strafmaßnahmen verhängt werden:

- Verwarnung durch den Schiedsrichter (Schiedsrichterruf: "Verwarnung »Name des Spielers«, wegen ...")

- Zusprechen eines Strafschlages an den Gegner (Schiedsrichterruf: "Strafpunkt »Name des Spielers«, wegen ...")

- Zusprechen eines Strafsatzes an den Gegner (Schiedsrichterruf: "Strafsatz »Name des Spielers«, wegen ...")

- Zusprechen des Spieles an den Gegner (Schiedsrichterruf: "Disqualifikation »Name des Spielers«, wegen ...")

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18. Spielaufsicht
 

In der Regel wird ein Spiel von einem Schiedsrichter geleitet, dem ein Punktrichter zur Seite steht. Aber auch nur eine Person kann die Aufgaben von Schieds- und Punktrichter ausüben. Wenn der Schiedsrichter eine Entscheidung trifft, teilt er diese den Spielern mit und der Punktrichter muss sie zusammen mit dem Spielstand wiederholen.

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19. Aufgaben des Punktrichters
19.1 Der Punktrichter macht die Spielansagen gefolgt vom Punktstand, bei welchem er die Punkte des Aufschlägers zuerst nennen muss. Er ruft je nach Situation "Fehler", "Fußfehler", "Doppelt", "Tief", "Aus" oder "Aufschlagwechsel" und muss die Entscheidungen des Schiedsrichters wiederholen.
19.2 Bei einem Ruf des Punktrichters muss das Spiel unterbrochen werden.
19.3 Wenn das Spiel unterbrochen wird und für den Punktrichter die Sicht verstellt war oder er sich nicht sicher ist, muss er dies den Spielern bekanntgeben und den Schiedsrichter auffordern, die entsprechende Entscheidung zu treffen.
Falls der Schiedsrichter dies ebenfalls nicht kann, muss ein Let gewährt werden.
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20. Aufgaben des Schiedrichters
20.1 Der Schiedsrichter entscheidet über die Annahme oder Ablehnung von Einsprüchen und über die Zusprache von Ballwechseln. Er trifft die für ihn in den Regeln vorgesehenen Entscheidungen. Das gilt auch, wenn ein Spieler vom Ball getroffen wird und bei Verletzungen. Ebenso entscheidet er über alle Einsprüche gegen die Rufe des Punktrichters oder die Unterlassung von Rufen. Die Entscheidung des Schiedsrichters ist endgültig.
20.2 Der Schiedsrichter übt die Kontrolle aus
20.2.1 über die Einsprüche eines Spielers, einschließlich der Einsprüche gegen irgendwelche Bestimmungen.
20.2.2 wie in den Regeln 4 und 8 bis 19 vorgesehen.
20.3 Der Schiedsrichter soll sich bei den Ansagen des Spielstandes durch den Punktrichter nicht einschalten, es sei denn, der Schiedsrichter ist sich sicher, dass die Ansage des Spielstandes falsch war. In diesem Fall muss er den Punktrichter auffordern, den richtigen Spielstand anzusagen.
20.4 Der Schiedsrichter soll sich in die Spielansagen des Punktrichters nicht einschalten, es sei denn, der Schiedsrichter ist sich sicher, der Punktrichter habe einen Fehler beim Unterbrechen oder bei der Erlaubnis zur Weiterführung des Spieles gemacht. In diesem Fall hat der Schiedsrichter unverzüglich den Regeln entsprechend zu entscheiden.
20.5 Der Schiedsrichter ist für die strikte Einhaltung aller in den Regeln festgelegten Zeiten verantwortlich.
20.6 Der Schiedsrichter ist verantwortlich, dass angemessene Courtbedingungen für das Spiel gewährleistet sind.
20.7 Der Schiedsrichter kann das Spiel einem Spieler zusprechen, wenn sich dessen Gegner nicht zehn Minuten nach der festgesetzten Zeit spielbereit im Court befindet.
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