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  • Kategorie: Presse
Rappelvolle Haupttribüne bei den Endspielen

Münster - Das Stöhnen war groß: „Keiner freut sich über mehr Arbeit“, gab Markus Knäpper die Reaktionen der Squasher nach den NRW-Open wieder. Das von Knäpper ersonnene „Westfälische System“ hatte ihnen sechs Spiele zugemutet, eines mehr als auf Ranglistenturnieren üblich. Dass es auch mehr Geld zu verdienen gab, mit 5555 so viel wie nirgends sonst in Deutschland, „das sehen die meisten ja erst auf den zweiten Blick“.

Nach der Premiere an der Borkstraße kritisierten Sportler und auch Bundestrainer Barry Dodson (Foto), dass die sechs Partien sich de facto nicht auf drei Tage, sondern auf 48 Stunden verteilten und es am Freitag bis kurz vor Mitternacht ging. Beides, erklärte Knäpper, ist den rigiden Vorschriften des Bundesverbands DSRV geschuldet. „Wir wollten Freitagmittag anfangen, durften aber erst ab 16 Uhr. Da will ich von wegkommen.“

Knäpper sei nicht festgelegt auf ein Turnier um deutsche Ranglistenpunkte. „Ein reines Weltranglistenturnier wäre auch interessant.“ Zumal dann auch der Donnerstag oder ein Feiertag am Montag dazukommen könnte.

Dass die NRW-Open 2006 in die zweite Runde gehen, steht außer Frage: „Das lokale Interesse war klasse“, freute sich Knäpper über die bei den Endspielen rappelvolle Haupttribüne. „Viele sind auch nur zum Zuschauen gekommen.“

Auch wirtschaftlich war alles im Lot, Squashboard schrieb als Ausrichter eine schwarze Null. Durch das Westfälische System mit Gruppenspielen war es „leichter, kleinere und mittlere Sponsoren ins Boot zu holen“, so Knäpper. Und viele schwächere Squasher bedankten sich, nicht nach zwei Niederlagen die Taschen packen zu müssen, sondern sechsmal antreten zu dürfen.

Und die Besten kommen ob des Turnier-Stellenwerts eh: „Besser geht‘s nicht“, staunte Bundestrainer Dodson, der die Gruppenspiele „eigentlich hervorragend“ findet, zumal er alle sechs Kaderspieler für die Team-WM im Dezember ausgiebig beobachten konnte. Dennoch: „Im dritten Spiel an einem Tag gab es bei einigen deutliche Leistungsprobleme“, urteilte der in Ludwigshafen lebende Brite. Doch da Squash als nicht-olympischer Sport „schwierige Zeiten“ durchlebe, brauche es neue Ideen wie die Knäppers.

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Turnierfacts

" Es wird neun verschiedene Startfelder bei den NRW-Open geben. "